Datenmodellierung
Datenmodellierung für Ihr Data Warehouse
Ob Star Schema, Data Vault oder dimensionales Modell nach Kimball: Ich entwickle Datenmodelle, die Performance, Wartbarkeit und Fachlichkeit zusammenbringen.
Warum gute Datenmodellierung entscheidend ist
Ein Data Warehouse ist nur so gut wie sein Datenmodell. Schlecht modellierte DWH sind langsam, teuer in der Wartung und führen zu inkonsistenten Reports. Gute Datenmodelle hingegen sind klar strukturiert, performant bei großen Datenmengen und so verständlich, dass auch Fachbereiche mit ihnen arbeiten können.
Die Wahl des richtigen Modells hängt dabei von Ihren Anforderungen ab: Historisierung, Flexibilität bei Änderungen, Abfragegeschwindigkeit, Regulatorik oder Skalierbarkeit. Nicht jedes Modell passt zu jedem Anwendungsfall.
Modellierungstechniken, mit denen ich arbeite
Star Schema (Kimball)
Das Star Schema ist der Klassiker für analytisches Reporting. Im Zentrum steht eine Faktentabelle mit Kennzahlen, umgeben von Dimensionstabellen. Es ist einfach zu verstehen, schnell abzufragen und ideal für Power BI, Tableau und klassische BI-Tools.
Ich nutze das Star Schema, wenn Fachbereiche direkt mit dem Modell arbeiten sollen oder wenn hohe Abfrageperformance wichtig ist.
Snowflake Schema
Eine Erweiterung des Star Schemas mit normalisierten Dimensionen. Sinnvoll, wenn Dimensionen sehr groß oder hierarchisch tief verschachtelt sind. Komplexer zu verstehen, aber platzsparender und wartbarer bei großen Master-Datenbeständen.
Data Vault 2.0
Data Vault ist die richtige Wahl, wenn Ihr Unternehmen schnell auf Änderungen reagieren muss: neue Datenquellen, geänderte Geschäftsregeln, historische Nachverfolgbarkeit. Das Modell besteht aus Hubs (Geschäftsobjekte), Links (Beziehungen) und Satellites (Attribute mit Historie).
Data Vault ist besonders verbreitet in Banken, Versicherungen und anderen regulierten Branchen, in denen Datenhistorie und Auditierbarkeit zentral sind.
Dimensionale Modellierung nach Kimball
Kimball-Ansatz mit konsistenten Dimensionen über alle Data Marts hinweg. Slowly Changing Dimensions (SCD Typ 1, 2, 3) für Historisierung, Conformed Dimensions für einheitliche Sicht über Geschäftsbereiche.
3NF / Relationale Modelle (Inmon)
Für DWH-Kernschichten oder Integrationsschichten eignet sich oft ein relationales, 3. Normalform-Modell nach Inmon. Ich setze diesen Ansatz ein, wenn eine saubere, normalisierte Kernschicht mit späterer Ableitung von Data Marts gewünscht ist.
One Big Table und Modern Analytics
In modernen Cloud-DWH (Snowflake, BigQuery) sind flache, denormalisierte Modelle oft performant genug und einfach zu nutzen. Für bestimmte Anwendungsfälle kann eine One Big Table-Struktur sinnvoller sein als ein vollständiges Star Schema.
Meine Vorgehensweise
1. Anforderungsanalyse
Am Anfang steht immer das Verständnis des Geschäfts: Welche Fragen sollen beantwortet werden? Welche Kennzahlen sind relevant? Wie oft ändern sich Strukturen? Welche Historisierungsanforderungen gibt es?
2. Logisches Modell
Entwurf eines logischen Datenmodells: Entities, Beziehungen, Attribute, Schlüssel. Dokumentation der Business-Semantik, Abstimmung mit Fachbereichen und IT.
3. Physisches Modell
Überführung in ein physisches Modell passend zur Zielplattform (SQL Server, Oracle, Azure Synapse, Snowflake). Berücksichtigung von Partitionierung, Indexierung, Clustering und Performance-Optimierung.
4. Testen und Verfeinern
Validierung des Modells mit realen Use Cases: passt die Performance, beantwortet es die Fragen, bleibt es wartbar bei neuen Anforderungen? Ich passe das Modell iterativ an, bis es in der Praxis funktioniert.
5. Dokumentation
Jedes Datenmodell braucht klare Dokumentation: Entity-Relationship-Diagramme, Tabellen- und Spaltenbeschreibungen, Historisierungslogik, Business-Regeln. Nur so bleibt das Modell langfristig nutzbar.
Für wen ist Datenmodellierungs-Beratung sinnvoll?
Ich helfe Unternehmen, die:
- ein neues Data Warehouse aufbauen und sich nicht zwischen Modellierungsansätzen entscheiden können,
- mit einem bestehenden Datenmodell Performance- oder Wartbarkeitsprobleme haben,
- von einem relationalen zu einem dimensionalen Modell wechseln wollen,
- Data Vault einführen möchten und einen erfahrenen Begleiter suchen,
- ein bestehendes Modell für eine Cloud-Plattform neu denken müssen.
Warum ich?
Ich modelliere Daten seit über 10 Jahren in sehr unterschiedlichen Umgebungen: klassische SQL Server und Oracle DWH, SAP Data Services, Azure, Snowflake, Power BI Semantik-Modelle. Dabei habe ich sowohl streng regulierte Umgebungen (Bausparkasse Schwäbisch Hall, MaRisk) als auch hochdynamische Shopfloor-Daten (Porsche Smart Factory) modelliert.
Ich bin bundesweit unterwegs, arbeite überwiegend remote und bei Bedarf auch vor Ort.
